Die IG Arbeit verbindet seit über 15 Jahren soziale Integration mit nachhaltiger Mobilität. Einkäufe werden nach Hause geliefert, Recyclingprodukte von zuhause abgeholt und fachgerecht entsorgt.
Vom Angebot profitieren alle: Die Kundschaft, die Mitarbeitenden sowie das Luzerner Verkehrssystem. Jetzt die ganze Story lesen.

Im Kurs mit der Pädagogischen Hochschule Luzern und Luzernmobil erfährst du, wie du mit deinen Schüler:innen das Thema Mobilität im Unterricht bearbeiten kannst. Dazu haben wir gemeinsam mit der PH Luzern praxisnahe und interaktive Materialien entwickelt, die aktuelle Themen wie Klimaschutz und Verkehrsverhalten mit einschliessen.
Wann: Montag, 19. Oktober 2026, 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr
Wo: Online-Kurs

Am Donnerstag, 7. Mai fand die dritte Fachveranstaltung Mobilität statt. Die Fachveranstaltung widmete sich dem Schwerpunktthema «Strassenraumgestaltung».

Die Luzernmobil-Challenge bringt frischen Schwung in den Alltag. Seit Anfang Juni gibt es verschiedene Angebote für die Bevölkerung, für Unternehmen und für Schulen in den Regionen Oberes Seetal und SurseePlus.
Für dich als Einwohnerin oder Einwohner
Punkte sammeln und Mobilität testen.
Für dein Unternehmen
Kostenlose Velos, öV-Abos oder Fahrgemeinschaften im Betrieb testen.
Für deine Schulklasse
Unterrichtssessions von der PH Luzern und Schulreisen - alles kostenlos.

Ein Standortwechsel eröffnet die Chance, Gewohnheiten zu hinterfragen und Mobilität neu zu gestalten. Wie Fresenius Kabi und FresuCare diesen Moment genutzt haben, um nachhaltige Pendelangebote zu fördern und Mitarbeitende mitzunehmen, zeigt unser Good-Practice-Beispiel.

Wie sieht Mobilität aus, wenn sie nicht erst am Schluss, sondern von Anfang an Teil der Quartiersentwicklung ist? Im Südiareal in Hochdorf wird genau dieser Ansatz verfolgt. Auf dem ehemaligen Industrieareal der HOCHDORF-Gruppe entsteht ein neuer Ortsteil. Die Mobilität ist dabei ein zentraler Bestandteil der Planung.
Wie das Südiareal entwickelt wird und welche Rolle die Mobilität dabei spielt, erfährst du in unserer neuen Good-Practice-Story.






























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Als Heiri im letzten Sommer erzählte, dass er bei der Luzernmobil-Challenge mitmacht, staunten seine Arbeitskollegen nicht schlecht. «Was, du verzichtest auf dein Auto?» lautete der Tenor. Genau das tat Heiri: Er tauschte sein Nummernschild ein und bewegte sich einen Monat lang nur noch mit E-Bike, öV oder Car-Sharing. Seine Frau Gabriela und Sohn Tim zogen mit. Tim spielte dabei die Hauptrolle, denn er überzeugte seine Eltern, dieses Abenteuer zu wagen.
Doch Heiri wollte mehr. Er sagte sich: Wenn schon, dann richtig. Also stieg er zusätzlich in die SUPER-Challenge ein. Mit starker Unterstützung seines Arbeitgebers SABAG holte er sich den Sieg und gewann einen Mobilitätsbonus. Die Bedingung: mindestens ein Jahr ohne eigenes Auto leben.

Die Widmers und Reichlins sind viel unterwegs: Gisela als Gemeinde- und Kantonsrätin, Felix als Arzt an der Hirslanden Klinik St. Anna. Die beiden Töchter besuchen die Kanti. Auch in der Freizeit bleiben sie aktiv – ob in den Bergen oder am Vierwaldstättersee.
Da Felix unregelmässige Arbeitszeiten hat, kaufte sich die Familie vor einigen Jahren ein Auto. Doch ausser für die kurzen Fahrten in die Klinik stand es meist ungenutzt herum. Im letzten Jahr machten Gisela und Felix an der Luzernmobil-Challenge mit. Während sie einen Monat auf ihr Auto verzichten mussten, haben sie sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt: Brauchen wir überhaupt ein eigenes Auto?

Seit über fünfzehn Jahren erleichtern ShoppingTaxi und RecyclingTaxi den Alltag von Menschen in Luzern und Umgebung. Die beiden Dienstleistungen der IG Arbeit verbinden nachhaltige Mobilität mit sozialer Integration und leisten einen wertvollen Beitrag für die Region.
Mit dem ShoppingTaxi werden Einkäufe von zahlreichen Luzerner Detailhandelsgeschäften zuverlässig innerhalb von zwei Stunden per Velo nach Hause geliefert. Das Angebot richtet sich an alle, die ihren Einkauf bequem erledigen möchten. Ob ältere Menschen, Personen nach einem Unfall oder Kundinnen und Kunden, die nach dem Einkauf noch weitere Termine haben: Sie alle profitieren von einer unkomplizierten und umweltfreundlichen Lieferung bis vor die Haustür.
Auch das RecyclingTaxi macht nachhaltiges Handeln einfach. Es holt Wertstoffe direkt bei der Kundschaft ab und bringt sie in den Recyclingkreislauf. Glas, PET, Plastikflaschen, Aluminium, Batterien, Leuchtmittel oder kleine Elektrogeräte gelangen so umweltschonend und fachgerecht zur Wiederverwertung. Der Weg zur Sammelstelle entfällt und gleichzeitig werden unnötige Autofahrten vermieden.

Für Guido Hüsler, Zentrumsleiter des AZW Alterszentrums Willisau, und Christine Roos, Leiterin Zentrale Dienste, war klar: Mobilität soll im Unternehmensalltag stärker verankert werden. Mit Unterstützung der Stadt Willisau, die die Nutzung des öffentlichen Verkehrsfördern möchte, hat das Alterszentrum deshalb ein betriebliches Mobilitätsmanagement eingeführt.
Das AZW bietet älteren Menschen ein familiäres DaHeim mit professioneller Betreuung, Pflege und verschiedenen Wohnformen. Über 200 Mitarbeitende sorgen täglich dafür, dass die Bewohnenden bestmöglich begleitet werden. Gleichzeitig stellt sich auch für das Alterszentrum die Frage, wie die Arbeitswege nachhaltiger gestaltet werden können.
Ein zentrales Ziel des Mobilitätsmanagements ist es, den Anteil der Mitarbeitenden zu reduzieren, die mit dem Auto zur Arbeit kommen. Doch wie gelingt es, Gewohnheiten zu verändern und attraktive Alternativen aufzuzeigen? Das AZW setzt dabei auf Anreize statt Verbote. Mitarbeitende können zwischen Gutscheinen für den öffentlichen Verkehr, Reka-Checks oder vergünstigten Parkkarten wählen. Die Massnahmen sollen dazu motivieren, häufiger mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen, das Velo zu nutzen oder den Arbeitsweg zu Fuss zurückzulegen.
«Veränderungen brauchen Zeit», sind sich Guido Hüsler und Christine Roos bewusst. Gerade beim Thema Mobilität sei ein Umdenken nicht von heute auf morgen möglich. Umso wichtiger seien eine kontinuierliche Kommunikation und attraktive Angebote, die den Mitarbeitenden den Umstieg erleichtern.
Das AZW Willisau sieht die Einführung des Mobilitätsmanagements deshalb nicht als abgeschlossenen Prozess, sondern als langfristige Aufgabe. Ziel ist es, die nachhaltige Mobilität im Unternehmen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und fest im Arbeitsalltag zu verankern.

Wo früher Milchprodukte hergestellt wurden, entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Ortsteil für Hochdorf. Auf dem ehemaligen Industrieareal der HOCHDORF-Gruppe sind Wohnungen, Arbeitsplätze, Begegnungsorte und grosszügige Grün- und Aufenthaltsflächen geplant. Die Gemeinde entwickelt das Areal als Eigentümerin gemeinsam mit Fachplanenden und unter Einbezug der Bevölkerung. Schon früh war klar: Mobilität muss von Anfang an mitgeplant werden.
Die Lage direkt am Bahnhof bietet dafür beste Voraussetzungen. Bahn, Bus, Velo- und Fussverkehr sollen im Südiareal optimal zusammenspielen. Das Mobilitätskonzept orientiert sich an der Vision «Zeitgemässe Mobilität – Langsamverkehr mit Priorität» und setzt auf ein gutvernetztes Angebot. Geplant sind ein Mobilitätshub beim Bahnhof, attraktive Fuss- und Veloverbindungen im Areal und eine bessere Vernetzung mit dem Dorf, Sharing-Angebote sowie Parkierungsanlagen am Rand des Areals. Das schafft kurze Wege und eine gute Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel. Zudem wird das Arealinnere vom motorisierten Verkehr freigehalten.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor war der Einbezug der Bevölkerung. Die gesamtheitliche Planung wurde in mehreren Mitwirkungsphasen entwickelt und laufend weitergeschärft. Die Rückmeldungen halfen, unterschiedliche Bedürfnisse früh aufzunehmen, Interessenabwägungen vorzunehmen und die Planung weiterzuentwickeln. So wurden beispielsweise Lösungen gesucht, die sowohl den öffentlichen Verkehr stärken als auch die Anliegen von Anwohnenden und Gewerbebetrieben berücksichtigen.

In Büron zeigen engagierte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, wie vielseitig Mobilität heute aussehen kann. Seit mehreren Jahren steht der Bevölkerung ein Car-Sharing zur Verfügung. Mit zwei Nextbike-Stationen ergänzte die Gemeinde dieses Angebot um ein smartes Bike-Sharing. So gelingen kombinierte Wege mit dem öV leicht und flexibel.
Schon vor zwei Jahren berichtete Giovanni De Rosa, dass das E-Auto von Gemeindemitarbeitenden, der Bevölkerung und auswärtigen Personen rege genutzt werde. Der Gemeinderat stärkte das Angebot weiter und setzte auf Nextbike. Die Velos lassen sich am Standort A ausleihen und an jedem beliebigen Standort wieder zurückgeben. Genau diese Freiheit überzeugt: Die beiden Stationen – eine im Dorfzentrum und eine in der Industrie – werden immer beliebter und dürften bald die Zahlen aus früheren Kooperationen übertreffen.

Als sich im Frühsommer 2025 in Sursee die Musikszene zum kantonalen Musikfest traf, reisten die meisten Vereine nicht mit dem Auto oder Car, sondern mit dem öV an. «Schon in der Findungsphase des Organisationskomitees war klar: Dieses Fest will mehr als gute Musik – es will Verantwortung übernehmen,» erzählt OK-Präsident Mario Cozzio. Der Wahl-Surseer ist ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen: Nebst Versicherungsverkaufsleiter ist er Kantonsrat und Fraktionspräsident, Fasnächtler mit Leib und Seele und ab und zu musiziert er sogar auf dem Alphorn.
Zurück zum Musigfäscht Soorsi: Die Stadt liegt «goldrichtig», wenn es um den öV geht. Sursee ist aus dem ganzen Kanton – und darüber hinaus – bestens erreichbar. Statt Parkplätze zu planen, setzte das OK von Anfang an auf den öffentlichen Verkehr. Damit wurden zusätzliche Verkehrsengpässe vermieden. Denn wer in der Hauptverkehrszeit mit dem Auto durch Sursee fährt, weiss, dass der Verkehr nicht immer rund läuft. Das Problem ist grösstenteils selbst gemacht: Viele Pendelnde wohnen in oder um Sursee und hätten mit Bus oder Velo gute Alternativen.

Laufen ist gesund. Dass es nicht unbedingt ein Marathon über 42 Kilometer sein muss, sei an dieser Stelle vermerkt. Doch genau für diese Distanz (und zwei etwas Kürzere) engagieren sich Marco Scherer und sein Team vom SwissCityMarathon – Lucerne. Der jährlich stattfindende Event hat sich zu einem Vorzeigebeispiel in Sachen Nachhaltigkeit entwickelt.
«80 Prozent der Emissionen des SwissCityMarathons sind auf die Mobilität zurückzuführen», sagt Marco. Damit diese Emissionen reduziert werden, erhalten alle Läufer:innen das sogenannte «Swiss Runners Ticket». Mit diesem speziellen Billett ist die An- und Abreise mit dem öV ab einer beliebigen Haltestelle in der Schweiz inbegriffen. Auch den Besucher:innen wird empfohlen, mit dem öV oder dem Velo anzureisen. Zwischen dem Bahnhof Luzern und dem Start- respektive Zielgelände beim Verkehrshaus verkehrt ein kostenloser Schiffshuttle.

Inmitten der malerischen Gemeinde Malters entsteht ein Vorzeige-Projekt, das nicht nur Architektur und Lebensraum neu definiert, sondern auch eine inspirierende Vision für nachhaltige Mobilität präsentiert: der WohnPark Dangelbachmatte. Hier wird nicht nur gebaut, sondern ein Paradigmenwechsel in Sachen Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsleben vollzogen. Bei jedem Bauteil wird hinterfragt, ob es wirklich notwendig ist, ob es aus nachhaltigen Quellen stammt und ob es durch Recyclingmaterialien ersetzt werden kann.
Doch Nachhaltigkeit endet nicht beim Baumaterial – sie durch zieht sämtliche Bereiche des Wohnparks. Wohnraum wird geschaffen, der den sozialen Austausch fördert und gleichzeitig erschwinglich ist.

Im Luzerner Weinbergli haben die ABL gemeinsam mit der Albert Koechlin Stiftung die erste Mobilitätsstation Luzerns eröffnet. Ein E-Auto, Cargo-Bike, E-Roller und zwei E-Bikes stehen dort zur Verfügung. Nicht nur die Anwohner:innen, sondern auch auswärtige Personen können das Angebot nutzen und die verschiedenen Fahrzeuge mieten. Mit nur einer einzigen App können die verschiedenen Fahrzeuge gebucht, geöffnet und bezahlt werden. Das ist ein grosses Plus gegenüber anderen Angeboten, wo pro Fahrzeugtyp eine eigene App benötigt wird. Aus der Weinbergli-Siedlung haben sich bereits über 170 Personen in der «Trafikpoint»-App registriert und nutzen das Angebot rege.