

Wo früher Milchprodukte hergestellt wurden, entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Ortsteil für Hochdorf. Auf dem ehemaligen Industrieareal der HOCHDORF-Gruppe sind Wohnungen, Arbeitsplätze, Begegnungsorte und grosszügige Grün- und Aufenthaltsflächen geplant. Die Gemeinde entwickelt das Areal als Eigentümerin gemeinsam mit Fachplanenden und unter Einbezug der Bevölkerung. Schon früh war klar: Mobilität muss von Anfang an mitgeplant werden.
Die Lage direkt am Bahnhof bietet dafür beste Voraussetzungen. Bahn, Bus, Velo- und Fussverkehr sollen im Südiareal optimal zusammenspielen. Das Mobilitätskonzept orientiert sich an der Vision «Zeitgemässe Mobilität – Langsamverkehr mit Priorität» und setzt auf ein gutvernetztes Angebot. Geplant sind ein Mobilitätshub beim Bahnhof, attraktive Fuss- und Veloverbindungen im Areal und eine bessere Vernetzung mit dem Dorf, Sharing-Angebote sowie Parkierungsanlagen am Rand des Areals. Das schafft kurze Wege und eine gute Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel. Zudem wird das Arealinnere vom motorisierten Verkehr freigehalten.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor war der Einbezug der Bevölkerung. Die gesamtheitliche Planung wurde in mehreren Mitwirkungsphasen entwickelt und laufend weitergeschärft. Die Rückmeldungen halfen, unterschiedliche Bedürfnisse früh aufzunehmen, Interessenabwägungen vorzunehmen und die Planung weiterzuentwickeln. So wurden beispielsweise Lösungen gesucht, die sowohl den öffentlichen Verkehr stärken als auch die Anliegen von Anwohnenden und Gewerbebetrieben berücksichtigen.

In Büron zeigen engagierte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, wie vielseitig Mobilität heute aussehen kann. Seit mehreren Jahren steht der Bevölkerung ein Car-Sharing zur Verfügung. Mit zwei Nextbike-Stationen ergänzte die Gemeinde dieses Angebot um ein smartes Bike-Sharing. So gelingen kombinierte Wege mit dem öV leicht und flexibel.
Schon vor zwei Jahren berichtete Giovanni De Rosa, dass das E-Auto von Gemeindemitarbeitenden, der Bevölkerung und auswärtigen Personen rege genutzt werde. Der Gemeinderat stärkte das Angebot weiter und setzte auf Nextbike. Die Velos lassen sich am Standort A ausleihen und an jedem beliebigen Standort wieder zurückgeben. Genau diese Freiheit überzeugt: Die beiden Stationen – eine im Dorfzentrum und eine in der Industrie – werden immer beliebter und dürften bald die Zahlen aus früheren Kooperationen übertreffen.