Das Südiareal: Mobilität von Anfang an mitgedacht

Team Südi, Foto Dario Zimmerli, Sursee, Juli 2026

Wo früher Milchprodukte hergestellt wurden, entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Ortsteil für Hochdorf. Auf dem ehemaligen Industrieareal der HOCHDORF-Gruppe sind Wohnungen, Arbeitsplätze, Begegnungsorte und grosszügige Grün- und Aufenthaltsflächen geplant. Die Gemeinde entwickelt das Areal als Eigentümerin gemeinsam mit Fachplanenden und unter Einbezug der Bevölkerung. Schon früh war klar: Mobilität muss von Anfang an mitgeplant werden.

Die Lage direkt am Bahnhof bietet dafür beste Voraussetzungen. Bahn, Bus, Velo- und Fussverkehr sollen im Südiareal optimal zusammenspielen. Das Mobilitätskonzept orientiert sich an der Vision «Zeitgemässe Mobilität – Langsamverkehr mit Priorität» und setzt auf ein gutvernetztes Angebot. Geplant sind ein Mobilitätshub beim Bahnhof, attraktive Fuss- und Veloverbindungen im Areal und eine bessere Vernetzung mit dem Dorf, Sharing-Angebote sowie Parkierungsanlagen am Rand des Areals. Das schafft kurze Wege und eine gute Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel. Zudem wird das Arealinnere vom motorisierten Verkehr freigehalten.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor war der Einbezug der Bevölkerung. Die gesamtheitliche Planung wurde in mehreren Mitwirkungsphasen entwickelt und laufend weitergeschärft. Die Rückmeldungen halfen, unterschiedliche Bedürfnisse früh aufzunehmen, Interessenabwägungen vorzunehmen und die Planung weiterzuentwickeln. So wurden beispielsweise Lösungen gesucht, die sowohl den öffentlichen Verkehr stärken als auch die Anliegen von Anwohnenden und Gewerbebetrieben berücksichtigen.

«Das Thema Mobilität von Anfang an mit der Bevölkerung zu diskutieren und gemeinsam die Grundlagen für die weitere Planung zu schaffen, hat sich bewährt.»

Der nächste Meilenstein folgt am 27. September. Dann stimmt die Hochdorfer Bevölkerung über den Bebauungsplan und die Umzonung des Südiareals ab. Gleichzeitig werden die Standorte der Parkierungsanlagen weiter geprüft. Anschliessend wird festgelegt, wie die Mobilitätsangebote umgesetzt werden. Dazu gehört beispielsweise, wie der Mobilitätshub, die Arealmobilität und die Sharing-Angebote organisiert und finanziert werden und wie die verschiedenen Angebote zusammenspielen. Diese Arbeiten bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Areals.

Die Erfahrungen aus Hochdorf zeigen: Gute Mobilitätslösungen entstehen nicht erst am Ende eines Projekts. Sie entstehen, wenn Mobilität von Anfang an mitgedacht, gemeinsam mit der Bevölkerung diskutiert und Schritt für Schritt weiterentwickelt wird. Eine klare Vision gibt dabei Orientierung und hilft, die richtigen Entscheide für die nächsten Planungsschritte zu treffen.

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