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Von bewirtschafteten Parkplätzen bis öV-Gutscheine – BZE AG setzt auf nachhaltige Mobilität

Andrea Emmenegger war für das Mobilitätskonzept bei der BZE AG verantwortlich.

Die Betagtenzentren Emmen AG (BZE AG) sind mehr als ein Pflegeheim. Auf zwei Häuser verteilt betreut sie 302 Bewohnende, betreibt zwei Restaurants und eine eigene Kita, bietet eine Demenzabteilung und schafft für rund 480 Mitarbeitende, darunter 75 Lernende, ein vielseitiges Arbeits- und Lernumfeld.

Mit der Planung des Ersatzneubaus Mattli 2029 nahm die BZE AG das Thema Mobilität frühzeitig in Angriff. Die Gemeinde Emmen verlangt für die Baubewilligung ein betriebliches Mobilitätsmanagement – ein Anlass, das Thema ganzheitlich zu verankern. So entstand ein Konzept, das die Arbeitswege der Mitarbeitenden, die Parkplatzbewirtschaftung für Gäste und Angehörige sowie Pendelmöglichkeiten zwischen den Häusern umfasst. Alle Massnahmen greifen ineinander und fördern gleichzeitig Nachhaltigkeit, Entlastung der Parkplatzsituation und aktive Mitarbeitendenmobilität.

«Mobilität betrifft uns alle – und wir können sie bewusst mitgestalten.»

Andrea Emmenegger verantwortete dieses umfangreiche Projekt. Die Einführung brachte Herausforderungen mit sich. «Besonders die Anpassung der Parkplatzpreise für Gäste, Angehörige und Mitarbeitende führte zu unterschiedlichen Reaktionen,» sagt Andrea. Transparent kommuniziert: Sämtliche Einnahmen fliessen ins Mobilitätsmanagement und ermöglichen die Förderung nachhaltiger Angebote. Mitarbeitende, die auf öV, Zufussgehen oder aufs Velo setzen, erhalten einen jährlichen Gutschein von 400 CHF. Die Veränderung erforderte Perspektivenwechsel und Kulturwandel – eine zentrale Aufgabe, die durch offene Gespräche und klare Kommunikation gelöst wurde. Unterstützt wurde die BZE AG von der Albert Koechlin Stiftung. Ihre Zusammenarbeit ist auf sechs Jahre angesetzt, doch das Ziel ist eine langfristige Integration. Davon ist auch die Geschäftsführerin Nadja Rohrer überzeugt.

Die BZE AG zeigt, wie wichtig Ressourcen, klare Verantwortlichkeiten und frühzeitige Einbindung der Führungsebene sind. Geduld, transparente Kommunikation und motivierte Projektverantwortliche machen den Unterschied. Die BZE AG ermutigt andere Unternehmen, Mobilität nicht aufzuschieben, sondern bewusst zu gestalten – zum Wohl der Umwelt und aller Beteiligten.

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