
Die MVM AG gehört mit rund 150 Mitarbeitenden zu den grössten Maler- und Gipserunternehmen der Zentralschweiz. Neben dem Hauptstandort in Emmen betreibt das Unternehmen auch Standorte in Zug, Zürich, Sursee, Stans und Meggen. Die Firma bildet jedes Jahr zahlreiche Lernende aus – unter anderem in den Berufen Maler/in, Gipser/in sowie im kaufmännischen Bereich.
Um den Arbeitsalltag für Lernende und Ausbildungsverantwortliche zu vereinfachen, hat die MVM AG im vergangenen Jahr eine einfache Lösung eingeführt: Alle Lernenden erhalten ein Generalabonnement (GA) für den öffentlichen Verkehr. Damit können sie flexibel zu Baustellen, zur Berufsschule oder ins Büro reisen – und das ohne Billette oder Spesenabrechnungen.
In der Vergangenheit war die Abrechnung der einzelnen Billette sehr aufwendig, da die Lernenden ihre Belege sammeln und einreichen mussten. Das führte regelmässig zu administrativem Aufwand sowie zu verlorenen oder vergessenen Belegen.
Im Sinne ihres Lean-Gedankens suchte die MVM AG deshalb nach einer einfacheren und effizienteren Lösung. Mit dem GA für Lernende konnte der Prozess stark vereinfacht, der administrative Aufwand reduziert und gleichzeitig den Lernenden mehr Flexibilität im Alltag ermöglicht werden. Das Angebot wirkt sich zudem positiv auf die Attraktivität der Ausbildung aus.
Auch organisatorisch bringt die Lösung Vorteile:
«Für mich als Ausbildnerin vereinfacht sich die Organisation deutlich. Ich kann die Lernenden flexibler auf verschiedenen Baustellen einsetzen und sie beispielsweise bei einem Bahnhof oder an einer Haltestelle absetzen. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass die Lernenden dadurch selbstständiger werden und sich besser im öffentlichen Verkehr orientieren», sagt Sandra Bürgi, Ausbildnerin bei der MVM AG.
Bei der MVM AG wurde intern zudem über die Anschaffung eines E-Bikes für Einsätze in der Stadt diskutiert. Eine Herausforderung ist jedoch, dass die Firma in der Stadt kein eigenes Lager hat. Zudem sei es nicht immer realistisch, Mitarbeitende – insbesondere im Winter oder bei schlechtem Wetter – für das Pendeln mit dem Velo zu motivieren.
Denkbar wäre künftig der Einsatz eines Lastenvelos für kurze Einsätze in der Nähe der Standorte, insbesondere für Lernende, die noch keinen Führerschein besitzen. Das Unternehmen steht dazu bereits mit Herstellern in Kontakt, um gemeinsam ein Lastenvelo zu definieren, das optimal auf die Bedürfnisse des Handwerks und der täglichen Einsätze abgestimmt ist.
Anderen Unternehmen mit mehreren Lernenden kann die MVM AG das GA für Lernende klar empfehlen. Sie sieht darin grosses Potenzial: Ein GA sei eine unkomplizierte und effektive Möglichkeit, nachhaltige Mobilität zu fördern, einen attraktiven Ausbildungsplatz anzubieten und gleichzeitig administrative Aufwände zu reduzieren.